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Es wird bald wieder Fr?hling


Welch tragisch Geschick

Die Autow?sche

?Geschafft!? Monika winkte ihrem Mann Kai freudestrahlend mit der gerade erworbenen Fahrerlaubnis zu. Endlich war auch sie in der Lage, sich ohne Begleitung ins Verkehrsget?mmel zu schmei?en, traumhafte Perspektiven taten sich auf f?r die junge Frau: Der Weg zur Arbeit, shoppen, Kind in den Hort bringen, all das w?rde jetzt viel schneller gehen.
Kai sah erst stolz auf den F?hrerschein, dann auf seine gl?ckliche Frau, die lachend vor ihm stand. ?Toll! Das hast du wirklich gut gemacht, Moni.? Er zog seine Autoschl?ssel aus der Hosentasche und lie? sie mit ausgestrecktem Arm in der Luft klimpern.
?Du f?hrst!? Er dr?ckte Monika die Schl?ssel in die Hand, ?ffnete ihr die Fahrert?r.
?Bitte sehr, gn?dige Frau, Ihr Reich ab heute...? Verschmitzt l?chelnd nahm er neben seiner Frau Platz. Es gelang ihm, seine Nervosit?t zu verbergen, zum ersten Mal sollte er nun also mitfahren in seinem Auto. Und Monika hatte seit genau zwanzig Minuten ihren F?hrerschein. Panik? Nein, das nicht gerade, eher ein mulmiges Gef?hl machte sich in seinem Bauch breit.
?Ach, was soll?s.?, dachte er, ?Die paar Meter bis nach Hause werden uns bestimmt nicht gleich den Kopf kosten.? Aufmunternd nickte er Monika zu.
?Denk dran, mein Herz, das ist eine Automatikschaltung, du hast keine Kupplung. Zum Losfahren musst du den Schaltkn?ppel auf D stellen, den Rest macht der Wagen dann.?
?Schon klar, Schatz!? Monika war noch aufgeregter als in der Fahrpr?fung. Ihre erste selbst?ndige Fahrt! Doch es war einfacher, als sie gedacht hatte, heil und ohne Katastrophen kamen sie zu Hause an.
?Also, das mit der Automatik muss ich erst noch ?ben. Das ist ja ganz anders, als die Sache mit der normalen Gangschaltung.? Sie zwinkerte ihrem Mann zu. ?Na? Angst gehabt??
?N?, nicht eine Sekunde!?, erkl?rte Kai im Brustton der ?berzeugung. ?Das hast du wirklich ganz prima gemacht. Ich bin so stolz auf dich, Schatz.?
Kai zog seine Chauffeuse liebevoll an sich und gab ihr erleichtert einen Kuss auf ihre vor Freude ger?teten Wangen.
Zum ?ben, beschlossen die Beiden, sei es bestimmt angebracht, eine l?ngere Strecke zu fahren. F?r Monika und auch f?r den Rest der Welt w?ren eine paar `Automatikstunden? ganz sicher das Beste.
Pfingsten kam. Monika war inzwischen seit elf Tagen gl?ckliche Besitzerin ihrer Fahrerlaubnis, was lag also n?her, als die Automatik auf einer unterhaltsamen Pfingsttour zu testen?
?Was h?ltst du davon, Kai, wenn wir mit der ganzen Familie einen Ausflug zum Rhododendronpark machen? Dann k?nnen wir auch deine Mutter mitnehmen, sie freut sich bestimmt, wenn sie nicht allein ist w?hrend der Feiertage.? Kai nickte. ?Gute Idee, Liebling. Die Stra?en nach Graalin-M?ritz sind sehr ?bersichtlich, da kannst du dann auch mal ein wenig schneller fahren. Und die Oma wird bestimmt total begeistert sein. Ich rufe sie gleich mal an.?
Nat?rlich war Kais Mutter hocherfreut, der Gedanke an eine Abwechslung dieser Art war wirklich ?u?erst reizvoll. Au?erdem war das Wetter gut, so einen hei?en Tag musste man ja nicht unbedingt in der engen Stadtwohnung verbringen, nicht wahr?
Schnell war ein leckerer Picknickkorb gepackt, der Kleine in kurze Hosen gesteckt, Kai hatte noch in aller Eile getankt und auf ging es.
Es war wirklich sehr hei?. Gott sei Dank waren weniger Ausfl?gler auf den Stra?en, als Kai bef?rchtet hatte. Ein vorsommerlicher Wind wehte durch die ge?ffneten Fenster und das Schiebedach, Johann sa? munter plappernd neben seiner Oma sicher angeschnallt auf dem R?cksitz, Kai neben seiner Frau, begeistert, wie schnell Moni sich an die Automatik gew?hnte.
Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichten sie das Ufer der Warmak. Zum Gl?ck war kein gro?er Andrang an der F?hre, die sie ?ber den ruhig dahinflie?enden Fluss zur Rhododendroninsel bringen sollte.
Der F?hrmann, ein schon etwas ?lterer Mann mit vom Wetter gegerbten Gesicht, lotste die Familie mit ausladenden Gesten auf die kleine F?hre.
?Ganz vorne ranfahren an die Schranke, mien Deern, da kommt noch son Caravan, der soll wiss auch noch mit.? Mit breitem Grinsen nickte er Monika zu, die versuchte, ihre Unsicherheit hinter einem freundlichen L?cheln zu verbergen. Schlie?lich war es das erste Mal, dass sie auf so einem kleinen, wackeligen Schiff parken sollte.
Vorsichtig lie? sie den Wagen an die Schranke rollen. Schaltung auf P - geschafft!
?Nee, mien Deern, noch en l?ttes St?ck weiter, das passt noch nicht so recht.?, forderte der alte Mann sie auf.
Also lie? Moni den Motor noch einmal an - hing sie nicht eigentlich schon fast kopf?ber im Wasser des Flusses? - Schaltung wieder auf D und vorsichtig ein kleines St?ck rollen ...
In diesem Moment erwischte es sie! Mit Urgewalten ?berfiel sie ein tragischer, unwiderstehlicher Nieser, der den Einsatz ihres ganzen K?rpers forderte.
Haaaatschi! Ui, nichts war ?berfl?ssiger in dieser f?r Monika noch wirklich ungewohnten Situation.
Haaaatschi! Monis Beine machten sich selbst?ndig, genau in der Sekunde, als der Schalthebel auf D einrastete. Sie sah nur noch die Schranke auf sich zukommen, das Auto hob mit durchdrehenden R?dern von der F?hre ab und landete nach einem ihr unendlich lang erscheinenden Flug mit einem unsanften Ruck auf dem Wasser des Flusses. Surfte dort noch einige Meter gem?tlich vor sich hin, senkte sich wie verneigend mit der Motorhaube in die spr?hende Gischt, die beim Aufprall entstanden war,
nach unten. Langsam drang eiskaltes Wasser durch die ge?ffneten Fester in den Fond des Wagens.
?Mein Kind! Johann! Wir ertrinken, ich muss ihn retten!? Es war das Einzige, das Monika noch denken konnte. Sie sp?rte die K?lte nicht. Merkw?rdiger Weise entstand keine Panik in dem Auto. Kai hatte sich schon abgeschnallt und war dabei, aus dem Schiebedach zu klettern. Er half seiner Frau, die auf dem gleichen Weg den Wagen verlie?.
?Schnall dich los, Mutter, schnell!? Monika war an das Heckfenster geschwommen und hatte ihren Sohn aus dem Sicherheitsgurt gepult und ihn durch das offene Fenster in den kalten Fluss gerettet. Sie war eine gute Schwimmerin, immerhin war sie w?hrend ihrer Schulzeit eine der erfolgreichsten Leistungssschwimmerinnen ihrer Schule gewesen und kannte sich also sehr gut aus im nassen Element.
Schwieriger war es f?r Kai, der wirklich M?he hatte, seine vor Schreck wie erstarrte Mutter aus dem Wagen zu bergen. Todesmutig gelang es ihm letztendlich doch noch, die um Hilfe schreiende, geschockte Oma aus dem Auto zu ziehen, bevor es mit glucksenden Ger?uschen, kleine Strudel bildend, zum Grund des Flusses sank.
Stille! Sanftes Pl?tschern, Vogelgezwitscher in der Luft, strahlend blauer Himmel und ein Auto weniger auf den Stra?en ...
Ein wirklich sehr ?bersichtlicher Zustand, in den Monika ihre Familie v?llig unbeabsichtigt hineingeniest hatte.
Am Ufer hatte man diese Show nat?rlich mit Entsetzen verfolgt. Ein Angler paddelte so schnell er konnte auf die unfreiwillig badende Familie zu und nahm sie in sein Schlauchboot auf. Es gesellte sich noch ein Kutter dazu, so dass unsere Verungl?ckten aus dem schaukelnden, total ?berladenen B?tchen auf ein richtiges Schiff klettern konnten. Dort hatte man schon trockene Overalls bereitgelegt und hei?en Tee vorbereitet. So schnell es ging, zog die kleine Familie sich um, dankbar f?r diese schnelle Hilfe.
Monika qu?lte ein ganz schrecklich schlechtes Gewissen, als sie Johann in den orangenen, viel zu gro?en Overall steckte. Ihre Augen waren mit Tr?nen gef?llt. Wie konnte ihr nur so etwas passieren? Sie kam sich wirklich schlecht vor! Gott sei Dank war niemand verletzt, aber das sch?ne Auto? Gut, das lie?e sich bestimmt ersetzen.
Scheu und heftige Kritik f?rchtend sah sie sich um. Ihre Schwiegermutter war immer noch damit besch?ftigt, ihren recht fraulichen K?rper in den orangefarbenen Arbeitsanzug zu stopfen. Der Anzug war schon recht weit,
aber ein St?ck K?sekuchen hier, ein Schweineb?ckchen dort, die Chips vor dem Fernseher .... Das trockene Kleidungsst?ck war schon recht knapp!
Endlich war es geschafft. Kais Mutter sah befangen an sich hinunter, blickte danach deprimiert in die Runde und blieb an Monikas verzweifelt-traurig schauenden Augen h?ngen.
Monika rechnete mit ?Mecker?, mit b?sen Vorw?rfen, ihr drehte sich fast der Magen um in der Angst vor dem, was sie jetzt an Tiraden erwartete.
Oma holte tief Luft, seufzte von ganzem Herzen erleichtert und strahlte Moni verlegen an. ?Meinst du, Monika, ich kann so gehen??
Monika lachte lauthals los. ?Sieht toll aus, Mutter, macht richtig schlank!? Ein Felsbrocken fiel ihr vom Herzen. Man musste halt immer Priorit?ten setzen, oder? Vor Erleichterung liefen ihr Tr?nen ?ber die Wangen. Es war halt geschehen, eine Erfahrung mehr im Leben.
?Nicht weinen Liebling.? Kai nahm seine Frau ganz liebevoll in die Arme. ?Der Wagen musste sowieso mal wieder dringend in die W?sche !?
Es wurde nat?rlich nichts mehr mit dem Rhododendronpark an diesem Pfingstfest.
Doch seit diesem Erlebnis gibt es ein neues Fest in der kleinen Familie: An jedem ersten
Pfingsttag wird jetzt ein Gemeinschaftsgeburtstag gefeiert. Und Kai hat es zur Tradition gemacht, das neue Familienauto an jedem Gr?ndonnerstag gr?ndlich zu waschen.
Man wei? ja nie ....



geschrieben von mariele
am: 15.01.2005
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