Eine Liebeserklärung an die Heimat
Wenn ich am Deich sitze, über mir der weissblaue Himmel,
Schiffe ihres Weges ziehen,
der Wind durch das Gras streicht,
es nach Heu duftet,
hinter dem Deich die Rapsfelder blühen,
denn bin ick to Hus
Wenn der Sturm ums Haus pfeift,
am Wasser die Brandung tost,
weisse Schaumkronen auf den Wellen hüpfen
die Wellen gegen die Deichbefestigung schlagen,
die Gischt ins Gesicht spritzt
denn bin ick to Hus
Wenn es draussen klirrend kalt ist,
es in der Küche nach Grünkohl duftet,
auf dem Herd der Wasserkessel surrt,
der Grog in den Gläsern dampft,
der Tee in der Kanne zieht,
denn bin ick to Hus
Wenn in der Weihnachtszeit
es überall nach braunen Kuchen riecht,
der Klaben in der Backröhre backt,
Wenn der Kaffeetisch festlich gedeckt gedeckt ist,
mit selbst gebackenem Stuten und Kuchen,
denn bin ick to Hus
Wenn die Sonne alles zum Spriessen erweckt,
der Bauer sein Feld bestellt,
der Kiebitz auf den Wiesen sein "Kuiwitt" ertönen lässt,
die Lerchen in den höchsten Tönen jubilieren,
denn bin ick to Hus
Wenn ich im Laden bin
und die Leute sich in Platt unterhalten,
in der Wirtschaft in geselliger Runde
sich plattdeutsche Geschichten erzählen,
bei Bier und Schluck,
denn bin ick to Hus
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